Wenn Sie sich mit Weinkennern unterhalten wollen oder, falls Sie es noch nicht sind, Weinkenner werden möchten, dann sind Sie hier richtig.

Rotwein und Weißwein zu unterscheiden fällt nicht schwer, aber kommen wir zu den roséfarbenen Weinen gilt es schon genau hinzuschauen - am besten auf das Etikett.

Da steht Rotling: das ist ein Wein, gekeltert aus roten und weißen Trauben in unserem badischen Landesteil,

steht der Schiller, dann ist es das gleiche, nur eben in Württemberg gekeltert.

Handelt es sich um einen Weißherbst, dann ist es ein roséfarbener Wein aus einer Traubensorte. Der Name der Traubensorte muss dann auf dem Etikett stehen, z.B Trollinger Weißherbst.

Finden wir nur den Begriff Rosé auf dem Etikett, dann ist dieser Wein aus mindestens zwei bis mehreren Roten komponiert worden.

Bei roséfarbenen Weinen bleiben die Beerenhäute nur eine kurze Zeit in der Maische, bevor sie abgepresst werden. Anschließend werden diese Weine wie Weißwein weiter verarbeitet.

Nun geht es um die Qualitäten, bzw. der Güteklassen der Weine.

Die unterste Güteklasse ist der "Deutsche Wein", 100 Prozent Trauben aus Deutschland, Mindestalkohol 8,5 %, alle Geschmacksrichtungen sind erlaubt von trocken bis ganz süß,

die dem folgende Güteklasse ist der Landwein mit mindestens 85 % der Trauben aus der benannten Region, Mindestalkohol 8,5 %, trocken oder halbtrocken ausgebaut.

Dem folgen die Qualitätsweine (QbA Qualität des bestimmten Anbaugebietes) mit 100 % Trauben aus besagten Anbaugebiet. Diese werden einer amtlichen Qualitätsprüfung unterzogen, erhalten  eine entsprechende Prüfnummer, die auf dem Etikett zu finden ist.

Als oberste Qualitätsabstufung finden wir die Prädikatsweine. Bei diesen ist eine Anreicherung verboten, d.h. hier darf kein weißer Zucker zur Steigerung des Alkoholgehalt zugesetzt werden.

Oft hört man den Begriff "Restzucker". Nun, was ist das? Das ist der Zucker, der sich im Wein befindet. Dabei handelt es sich nicht um irgend einen Zucker, es ist der Zucker der Traube, aus der der Wein hergestellt wurde. Der angegeben Zuckergehalt bezieht sich immer auf ein Liter Wein.