Über unsere Weine

Unsere Weine entstammen allesamt aus besten schwäbischen Trauben, die sich bei uns, wie zum Beispiel am Hohenhaslacher Kirchberg wohl fühlen. Sie sind hier zu Hause, leben mit uns und gehören zu uns, sind unser Leben. Diese Zusammengehörigkeit von Geologie, Klima und der jahrhunderten alten Kenntnis über den Weinbau, verkörpert durch den Menschen, der ebenfalls hier zu Hause ist, lassen nur beste Produkte entstehen. Es sind Produkte, deren Ehrlichkeit, Offenheit und Einmaligkeit von besonderer Art sind - eine Art, die nur der Kenner erschließen und genießen kann. 

                           Der Trollinger

Der Trollinger gehört zu den beliebtesten Rotweinsorten unserer Landschaft. Seine Heimat ist das Tirol. Vor ungefähr 350 Jahren machte er sich bei uns seßhaft und ist nun zur unverzichtbaren Rebe des mittleren Neckartales geworden. Er bildet die größten Trauben, breitschultrig und wuchtig, seine Traubenbeeren haben die zarteste Schale. Der Trollinger ist das Haus- und Magengetränk der Schwaben. Seine Weine sind herzhaft, stabil und ohne Schnörkel, geraderaus, wie der Weingärtner, der ihn anbaut. Er passt zu jedem Essen, zum Vesper, zum Sonntagsbraten, zum Käse und zum Wurstsalat. Und abends ein Viertele Trollinger lädt zum Philosophiern, zum Sinnieren ein - alleine oder mit Freunden.

Der Riesling

Der Riesling ist die einzige Rebe, deren Heimat Deutschland ist. Nach der letzten Eiszeit hat sich im Rheintal die Rieslingrebe von der Wildrebe abgespalten und sich nahezu über ganz Nordeuropa verteilt. Forscher haben schon Kerne der Rieslingtraube in Schottland, Irland und Grönland gefunden. Heute zieht die Rieslingrebe wieder gen Norden, denn die Klimaveränderung macht ihr das Leben in unseren Breiten schwer. Dennoch, wir lieben unsern Riesling mit seiner feinen, oft filigranen Säure, seinen herrlichen Aromen. Hier ist es der Weinbergpfirsich, der den Ton angibt, dann folgen exotisch Armonen, die das Herz des Rieslingfreundes höher schlagen lassen.

                           Der Lemberger         

Der Lemberger ist seit ungefähr 150 Jahren bei uns beheimatet. Er stammt aus der Gegend südlich von Wien und wurde ungefähr um 1865 an die königliche Weinbauschule nach Fellbach geholt. Bald danach kaufte das königliche Hofkammeralamt in Freudental 300 Setzlinge, pflanzte diese aus und stellte fest, dass dieser Wein aus diesen Trauben noch inhaltsreicher ist als der aus Fellbach. Der Boden entsprach dieser Traube weitaus mehr. So trat von hier aus der Lemberger seinen Siegeszug an. Er liebt nun mal den Keuper- und Mergelboden.

Weinbau Götz baut den Lemberger sowohl trocken als auch halbtrocken aus. Seit 2015 gibt es den Lemberger auch aus dem Holzfaß, wobei das Holz diesem Wein eine ganz besondere Note verleiht.

                           Der Blanc de Noir

Blanc de Noir - der Weiße aus der schwarzen Traube, bei uns "aus der roten Traube", ist international bekannt. Und da der Schwabe international ausgerichtet ist beschäftigt er sich auch mit dieser Art der Weinherstellung. Götz stellt seinen Blanc de Noir aus dem Trollinger her. Dabei wird eine Ganztraubepressung vorgenommen, bei der die Beeren nicht von den Kämmen entrappt werden - entfernt werden. Ansonsten würden die Beernhäute ausreißen und zu viel Farbstoff würde in die Flüssigkeit dringen. So haben wir beim Blanc de Noir nur die Aromen aus dem reinen Traubensaft und dem Traubenfleisch, für den Weinliebhaber ein ganz neues Erleben. Frische, muntere Aromen, frühlingshaft dominieren diesen Wein - Aromen, die wir sonst nie und nimmer dem Trollinger zumuten würden.